Geschmacksbildung im Kindesalter

Die frühkindliche Geschmacksbildung legt den Grundstein für langfristige Ernährungsgewohnheiten und die Gesundheit von Kindern. Daher ist es wichtig, dass Eltern und Betreuer die Vielfalt an Geschmackserfahrungen fördern und eine gesunde Ernährungsumgebung schaffen. Eltern sollten selbst vielseitig und mit Genuss essen und somit als Vorbild dienen, um ihre Kinder zur Offenheit gegenüber verschiedenen Lebensmitteln zu ermutigen.

Positive Erfahrungen mit gesunden Geschmacksrichtungen fördern eine ausgewogene Ernährung und verringern das Risiko ernährungsbedingter Krankheiten im späteren Leben. Bereits im Mutterleib und während der Stillzeit prägt die Ernährung der Mutter die Vorlieben des Kindes. Deshalb sollte die Ernährung in dieser Zeit besonders vielfältig und gesund gestaltet werden. Gestillte Kinder entwickeln oft eine breitere Geschmacksakzeptanz.
Eltern können die Geschmacksbildung weiterhin unterstützen, indem sie eine gesunde Ernährung mit positiven Geschmackserfahrungen ermöglichen. Gemeinsames Kochen und Experimente mit Lebensmitteln wecken die Neugier der Kinder. Dabei ist es wichtig, Kindern regelmäßig eine Vielfalt an Lebensmitteln anzubieten, denn dadurch wird die Entwicklung von Vorlieben gefördert. Manche Kinder probieren ein Lebensmittel bis zu zwanzigmal, bevor sie es mögen. Auch das Anschauen, Riechen und Fühlen von Lebensmitteln gehört zum Erkunden neuer Aromen.
Beim Probieren sollten Kinder nicht unter Druck gesetzt werden, weil dies negative Erfahrungen hervorrufen kann, die sie mit dem Lebensmittel in Verbindung bringen. Verbote sollten ebenfalls vermieden werden, da sie das Verlangen nach weniger gesunden Lebensmitteln steigern können.