Radioaktive Stoffe in Paranüssen

Die Südamerikanische Paranuss ist der Samen des Paranussbaumes und besonders für den hohen Gehalt an Selen bekannt. Dieses Spurenelement erfüllt eine wichtige Rolle bei der Unterstützung des Immunsystems und der Schilddrüsenfunktion. Bereits ein bis zwei Paranüsse können den täglichen Selenbedarf eines Erwachsenen decken, weshalb diese Menge häufig empfohlen wird. Doch mit dem Verzehr von Paranüssen nehmen Menschen auch das darin natürlich enthaltene (radioaktive) Radium zu sich, das Paranussbäume in geringen Mengen über den Boden aufnehmen. Radium wird ähnlich wie Kalzium in Knochen und Zähne eingelagert. Dies ist gerade dann schädlich, wenn die Knochen noch wachsen, weil Radium in die sich bildenden Knochen eingelagert wird und zu einer geringen Strahlendosis im Körper führt.

Aus Vorsorgegründen empfiehlt das Bundesamt für Strahlenschutz, dass Erwachsene von einem übermäßigen Verzehr der Nüsse absehen. Kindern und Jugendlichen wird aufgrund des Risikos ganz davon abgeraten, Paranüsse zu essen. Auch schwangere und stillende Frauen sollten vorsorglich auf den Verzehr von Paranüssen verzichten, um ihr Kind vor dem vermeidbaren Risiko einer Strahlendosis zu schützen.