Das Risiko für Depressionen während und nach der Schwangerschaft kann durch Sport verringert werden

Laut verschiedenen Studien sind zwischen 5 und 20 Prozent der Frauen während oder nach der Geburt von einer perinatalen Depression betroffen. Eine spanische Studie konnte feststellen, dass das Risiko dafür deutlich vermindert werden kann, wenn während der Schwangerschaft in Trainingsgruppen Sport betrieben wird.

Im Rahmen einer Studie nahmen die Schwangeren etwa ab dem vierten Monat bis kurz vor der Geburt dreimal wöchentlich an einem Training teil. Die 60-minütigen Trainingseinheiten mit 10 bis 12 Teilnehmerinnen bestanden aus verschiedenen Übungen für Ausdauer, Koordination, Muskelkraft und Entspannung. Zu Beginn des Trainings, sowie am Ende der Schwangerschaft und 6 Wochen nach der Geburt wurde ein Depressionsfragebogen (CES-D) sowohl in der Sportgruppe als auch in einer Kontrollgruppe, die in der Schwangerschaft nicht in Trainingsgruppen aktiv war, eingesetzt. Zum Startzeitpunkt des Programms konnten keine Unterschiede in Bezug auf eine Depression zwischen der Trainingsgruppe und der Kontrollgruppe festgestellt werden. Zum Ende der Schwangerschaft zeigte sich allerdings ein Unterschied von 17 Prozent: die aktiven schwangeren Frauen waren weniger depressiv gestimmt als die passive Kontrollgruppe. Auch 6 Wochen nach der Geburt war die Quote der Auffälligkeiten in der Trainingsgruppe um 15 Prozent niedriger als in der Kontrollgruppe. Der Grund hierfür kann sowohl in positiven körperlichen Auswirkungen des Trainings als auch in den psychosozialen Effekten, wie dem sozialen Kontakt und der soziale Unterstützung, liegen.